Archiv für Dezember 2009

Sehenswürdigkeiten in Braunschweig

Freitag, 11. Dezember 2009

Die deutsche Großstadt Braunschweig liegt im Südosten Niedersachsens und ist die ursprünglich größte Fachwerkstadt in Deutschland. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Innenstadt Braunschweigs jedoch durch Luftangriffe weitestgehend zerstört, sodass kaum noch alte Gebäude und Straßen erhalten sind. Es gibt jedoch Versuche, Gebäude von historischer Bedeutung wieder aufzubauen.

Traditionsinseln

Eine bunte Mischung aus Unzerstörtem, Restauriertem oder Wiederaufgebautem finden sie in der Braunschweiger Innenstadt. Dort befinden sich die fünf sogenannten Traditionsinseln rund um die Martini-, Magni-, Aegidien- und Michealiskirche sowie den Dom, die nach dem Krieg eingeführt wurden und seit 1963 unter gesetzlichem Schutz stehen. Der Burgplatz, der einen großen Teil der Traditionsinsel um den Dom einnimmt, ist auch Standort des Wahrzeichens der Stadt, des Braunschweiger Löwens, wobei sich das Original jedoch in der Burg Dankwarderode selbst befindet. Neben Dom und Burg kann man hier auch das Landesmuseum und die beiden Stiftsherrenhäuser Huneborstelsche und Von Veltheimsche Haus aus dem 15. Jahrhundert besichtigen. Ebenfalls als solche Inseln bezeichnen könnte man den Braunschweiger Altstadtmarkt, der Standort des Rathauses, Marktbrunnens, Stechinelli- und Gewandhauses ist, sowie den Kohlmarkt, der nicht weit davon entfernt liegt und ebenfalls historische Gebäude unterschiedlicher Jahrhunderte beherbergt.

Sakralbauten

Braunschweig hat eine große Zahl an Kirchen und Klöstern aus verschiedenen Epochen vorzuweisen. Die Jakobs- und die Martinikirche sind zwei der ältesten Sakralbauen der Stadt. Petri-, Michaelis- und Bartholomäuskirche sowie der Dom sind weitere wichtige Zeugnisse der mittelalterlichen Baukunst. Die Andreaskirche war mit ihren 91 Metern Höhe jahrhundertelang das höchste Gebäude Braunschweigs. Doch auch die Kirchen, die in neuerer Zeit entstanden sind, sind sehr interessant. So zum Beispiel die Heilig-Geist-Kirche oder die Dominikanerkirche, die beide im 20. Jahrhundert errichtet wurden und mit den Werken verschiedener Künstler ausgestattet sind.Zu den wichtigsten Klöstern der Stadt gehören die Brüdern- und die Aegidienkirche sowie das Riddaghausener Kloster.

Profanbauten

In den letzten Jahrhunderten hat Braunschweig unzählige neue Bauten hinzugewonnen und die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang. Darunter sind zum Beispiel die Burg Dankwarderobe, Schloss Richmond, das Achtermannsche und das Gewandhaus, die rekonstruierte Alte Waage sowie das älteste gut erhaltene Fachwerkhaus der Stadt, der Ritter St. Georg, das 1489 erbaut wurde.

Denkmäler

Auch die Zahl der Denkmäler in Braunschweig ist groß. Zu nennen ist auf jeden Fall das Imerward Kreuz im Dom, das als eines der wichtigsten Zeugnisse romanischer Kunst in Deutschland gilt. In der Burg Dankwarderode ist natürlich die Originalskulptur des Braunschweiger Wahrzeichens zu bewundern, der berühmte Braunschweiger Löwe. Im Dom kann man dann die Grabstätte des Namensgebers dieses Wahrzeichens, Heinrich des Löwen, und seiner Gemahlin besuchen. Außerdem sehenswert sind das Lessing-Denkmal und der Eulenspiegelbrunnen.

Grünflächen

Braunschweig verfügt über einen großen Teil an Grünflächen. Den größten Teil nimmt das Naturschutzgebiet Riddaghausen ein, das als Europareservat ausgezeichnet ist. Es bietet Lebensraum für viele verschiedene Tierarten, vor allem seltene Vogelarten wie der Zwergtaucher oder die Krickente. Der Westpark hingegen dient als Naherholungsgebiet, Kleingartenanlage und bieten reichlich Fläche für Sport- und Freizeitaktivitäten.